Schon in der ersten Halbzeit zeigten die Gastgeberinnen, dass sie sich von der Favoritenrolle der Gäste nicht beeindrucken ließen. Mit einer stabilen Abwehr und mutigen Abschlüssen erarbeitete sich Kissing eine knappe 13:12-Halbzeitführung. Vor allem Hanna Neumeier nahm sich ein Herz und konnte wichtige Toren aus der Distanz beisteuern. Die kämpferische Einstellung erinnerte an den Überraschungssieg in Simbach in der Vorwoche. Doch während dort die Siebenmeter, die Chancenverwertung und das Rausfangen von Bällen nahezu perfekt funktionierten, fehlte gegen Donau-Paar in den entscheidenden Momenten das letzte Quäntchen Glück und vor allem Präzision.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel lange offen. Bis zur 45. Minute war Kissing auf Augenhöhe, ehe eine Zeitstrafe gegen Melanie Pusch zum Wendepunkt wurde. Die Überzahl nutzte Donau-Paar als Initialzündung und verteidigte jeden Angriffsversuch der Gastgeberinnen. Insgesamt holten sich die Gäste einen 3:0-Lauf und setzten sich erstmals mit vier Toren auf 18:22 ab. Kissing versuchte mit einer offensiveren Abwehr und taktischen Umstellungen, wieder heranzukommen, doch es fehlten die letzten Körner und auch die Effektivität im Abschluss. In den letzten 15 Minuten gelangen nur noch vier Treffer, während die Gäste ihre Chancen konsequenter nutzten und sich letztlich deutlicher absetzten, als es das Spiel verdient gehabt hätte.
Mit derselben Leidenschaft und etwas mehr Effizienz vor dem Tor sind die Chancen auf wichtige Punkte für den Klassenerhalt weiterhin intakt.